News 2010

04.11.2010

ADACOR hilft !

Wasserrucksack PAUL versorgt Menschen in Katastrophengebieten mit überlebenswichtigem Trinkwasser

Die jüngsten Naturkatastrophen wie das Erdbeben auf Haiti und die Überschwemmungen in Pakistan zeigen deutlich, dass im Katastrophenfall insbesondere die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung eines der größten Probleme darstellt. Neben Nahrungsmitteln, Medikamenten, Decken und Zelten wird vor allem eins benötigt: sauberes Wasser. Nur so können der Ausbruch und die Verbreitung von Krankheiten und Seuchen verhindert werden.

Die Problematik der bisher verfügbaren, in der mobilen Notfallversorgung eingesetzten Trinkwasseraufbereitungsanlagen besteht darin, dass sie hoch technisiert sind und zudem geschultes Bedienpersonal, Energie und Zusatzstoffe benötigen. Außerdem erfordert ihr Transport ein Minimum an Infrastruktur. Deshalb sind sie in erster Linie für größere Städte geeignet. Nicht jedoch für Menschen, die im Hinterland in kleinen Dörfern leben und die bei Zusammenbruch der Infrastruktur eben von dieser Wasserversorgung in den Städten abgeschnitten sind.

Den Wassertransport von entfernter aufgestellten Anlagen hin zu diesen Dörfern zu realisieren ist - wenn überhaupt möglich - zeitlich und logistisch extrem aufwändig. Angesichts dieser typischen Problematik von Katastrophensituationen hat das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der Universität Kassel mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) den Wasserrucksack PAUL entwickelt. Der Wasserrucksack, der von einer einzelnen Person auf dem Rücken transportiert werden kann, dient der Aufbereitung von Trinkwasser aus verseuchtem Oberflächenwasser. Sein Kernstück bildet eine gravimetrisch betriebene Membran, die den vollständigen Rückhalt von Partikeln, Bakterien und weitestgehend auch Viren gewährleistet. Der Wasserrucksack filtert ohne jegliche Wartung oder Reinigung über Monate hinweg etwa 1.200 Liter Wasser pro Tag, das entspricht 800 Flaschen zu 1,5 Litern Inhalt. So ist die lebensrettende Grundversorgung von 200 bis 500 Menschen mit sauberem Wasser sichergestellt.

Die Anlage zeichnet sich durch einen einfachen mechanischen Aufbau, Verzicht auf bewegbare Teile, leichte Transportierbarkeit, Robustheit, einfachste und wartungsfreie Handhabung sowie den Betrieb ohne externe Energie aus. Diese Eigenschaften machen sie zu einem zuverlässigen Hilfsmittel zur Selbsthilfe im Katastrophenfall. Die Anlage wird betriebsfähig gelagert und kann daher innerhalb weniger Stunden ins Einsatzgebiet transportiert werden, in sehr entlegene Gebiete und im Extremfall auch per Hubschrauber und durch Abwurf mit einem Fallschirm. Dank einer leicht verständlichen bildhaften Bedienungsanleitung kann der Wasserfilter auch ohne Probleme von Analphabeten bedient werden. Ausführliche Informationen zum Wasserrucksack PAUL erhalten Sie unter: www.wasserrucksack.de!

Als Thomas Wittbecker, Geschäftsführer der ADACOR Hosting GmbH, das erste Mal von PAUL dem Wasserrucksack hörte, war er sofort überzeugt: - Der Rucksack ist eine super Sache, um konkret da zu helfen, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. - Und so war sich das Team der ADACOR schnell einig und beschloss, einen Wasserrucksack für die Katastrophenopfer in Pakistan zu spenden. Die Kosten für einen Rucksack liegen aktuell bei ca. 1.000 Euro. Ein vergleichsweise kleiner Betrag, wenn man bedenkt, dass mit einem Wasserrucksack 200 bis 500 Menschen in Not über mehrere Monate mit sauberem Trinkwasser versorgt werden können.


Spendenkonto

Empfänger: Förderverein Siedlungswasserwirtschaft

Konto-Nr.: 139 609

BLZ: 520 503 53 (Kasseler Sparkasse)

Stichwort: Paul